... zur Hochschulentwicklung (Stand Juli 2020)

Nach Beschluss der Kirchenleitung vom Mai 2019 findet das Studium der Ev. Religions- und Gemeindepädagogik (ERGP) ab Wintersemester 2020/21 weiterhin in den Räumlichkeiten der bisherigen Ev. Hochschule Moritzburg (EHM), aber künftig in Trägerschaft der Ev. Hochschule Dresden (ehs) statt. Es wird ein aus dem bisherigen Moritzburger Studienangebot entwickelter Bachelor-Studiengang „Evangelische Religions- und Gemeindepädagogik“ mit einem Umfang von acht Semestern angeboten. Die Lehre erfolgt weiterhin durch das Moritzburger Kollegium, welches an die Dresdner Hochschule übernommen wird. Das noch laufende Studienangebot der EHM (Bachelor „Bildung und Erziehung in der Kindheit“, Bachelor „Evangelische Religionspädagogik“ mit 7 Semestern, Master „Evangelische Religionspädagogik“) wird ebenfalls von der ehs übernommen, und läuft entsprechend der Abschlüsse in diesen Studiengängen aus.

In der Trägerschaft des Diakonenhauses verbleibt das bisherige Institut für Berufsbegleitende Studien (IBS), welches ab jetzt den Titel „Philippus-Institut für Berufsbegleitende Studien" trägt. Die Stellenanteile des bisherigen Stellenplans der Hochschule, die sich auf das Institut beziehen, verbleiben als Anstellungsverhältnisse am Diakonenhaus.

Der Bestand der EHM als eigenständige Hochschule endet somit am 31. August 2020.

Der entsprechende Vertrag zwischen Landeskirchenamt, Ev. Hochschule Dresden und Diakonenhaus Moritzburg wurde am 19. Juni 2020 in Moritzburg unterschrieben. Er regelt den Übergang des Studiums, die Übernahme des Personals, die Nutzung der Räumlichkeiten in Moritzburg sowie der Bibliothek.

Getragen von dem Willen, die künftigen Beziehungen im Sinne einer lebendigen Partnerschaft zu gestalten, wird ein Ausschuss mit Vertreterinnen und Vertretern von Landeskirche und Diakonenhaus eingerichtet, der die Praxisanbindung des Studiums und die Beziehung zur Gemeinschaft Moritzburger Diakone und Diakoninnen stärkt. Die für den künftigen Studienbetrieb am Standort Moritzburg notwendigen Räume werden dem aufnehmenden Träger zur Verfügung gestellt, dafür liegt die Zusage der Finanzierung durch die Landeskirche vor. Die Verwaltung der Gebäude erfolgt durch das Diakonenhaus. Die Moritzburger Bibliothek wird ab 1.1.2021 als Außenstelle der Bibliothek des Landeskirchenamtes betrieben.

Bezüglich der Finanzierung des Moritzburger Studienbereichs gibt es die Zusage der Landeskirche, dass dieser weiterhin zu 100% von der Landeskirche finanziert wird. Über die Details wurde eine schriftliche Vereinbarung zwischen ehs und Landeskirchenamt getroffen.

Der Gemeinschaftsrat der Gemeinschaft Moritzburger Diakone und Diakoninnen hat eine Arbeitsgruppe beauftragt, Vorschläge zur Gestaltung der künftigen Beziehungen zwischen ehs und Gemeinschaft zu erarbeiten. Dabei ist der Wille maßgeblich, die bewährten Formen des Miteinanders von Studium und Gemeinschaft fortzuführen.

Wichtig ist, dass das Studium von den potentiellen Bewerberinnen und Bewerbern angenommen wird. Der Vorstand bittet dementsprechend alle Vereinsmitglieder darum, nach ihren Möglichkeiten daran mitzuwirken.

Der Vorstand dankt der Hochschulleitung, dem Kollegium, dem Hochschulrat und der Hochschulverwaltung für alle Mühen und für alle Ideen, die in diesen nicht immer leichten Prozess investiert wurden, insbesondere für den Einsatz dafür, dass auch weiterhin ein qualitativ hochwertiges Studium der Religions- und Gemeindepädagogik in Moritzburg möglich ist. Das war für das Diakonenhaus immer das Hauptkriterium.

Aus Sicht des Diakonenhauses kommt damit ein Prozess zu Ende, der nicht immer leichtgefallen ist. Das Diakonenhaus hat diesen Prozess konstruktiv mitgestaltet. Vorrangige Ziele waren dabei, dass die hochschulförmige Ausbildung für den kirchlichen Dienst in Religions- und Gemeindepädagogik auf hohem Niveau weitergeführt wird und dass dabei auch weiterhin eine enge Verbindung zur Gemeinschaft Moritzburger Diakone und Diakoninnen und zum Brüderhaus besteht. Weiterhin war es ein wichtiges Ziel, den Ausbildungsstandort Moritzburg mit seinen Chancen des Zusammenwirkens der verschiedenen Bildungsinstitute am Ort sowie seiner geistlichen Prägung zu stärken. Im Kern konnten diese Ziele erreicht werden. Auch für die Zukunft bestehen gute Chancen dafür, dass es eine enge Zusammenarbeit der Hochschule mit der Gemeinschaft der Diakone und Diakoninnen gibt, auch wird die Verbindung von Brüderhaus und Hochschule weiterhin ein wichtiger „Markenkern“ der Moritzburger Ausbildung sein. Die für das Studium in Moritzburg unter den veränderten Rahmenbedingungen nötige Ausstattung wird auch weiterhin von der Landeskirche finanziert.

Für den Vorstand

Prof. Dr. Thomas Knittel, Vorsteher